8 Ideen, wie du dir das Leben einfacher machst

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  • Beitrags-Kategorie:Alltag & Karriere
  • Lesedauer:12 min Lesezeit
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Das Leben kann uns manchmal ganz schön kompliziert und anstrengend vorkommen. Das liegt stets daran, was wir denken. Daran, was wir über das Leben und die Welt denken.

Meistens können wir das nicht von jetzt auf nachher ausstellen. Vor allem dann nicht, wenn wir das nie geübt haben.

Das ist nicht weiter schlimm. Ich teile hier Ideen mit dir, die dein Leben ein wenig leichter, einfacher und stressfreier machen.

Lass uns Platz schaffen in deinem Kopf, in deinem Herz, in deinem Terminkalender und in deinem Zuhause:

1. Setze Prioritäten

Klingt leicht, ist es aber nicht. Oder besser gesagt: Es ist leicht, die Prioritäten festzulegen. Aber danach zu leben, das ist die wahre Herausforderung.

Daher mein Rat an dich: Werde dir klar, was du vom Leben wirklich willst. Was ist dir wichtig? Worauf legst du wert? Woran glaubst du? Wo liegen deine Prioritäten?

Am besten erstellst du dir eine Liste. Beantworte dir dabei folgende Fragen:

  • Was willst du in deinem Leben erreichen?
  • Was liebst du und worauf/worüber freust du dich?
  • Mit welchen Menschen möchtest du dich umgeben?
  • Und was willst du gar nicht mehr in deinem Leben haben?

Im nächsten Schritt solltest du beobachten, womit du täglich deinen Terminkalender und deine freie Zeit füllst. Stimmen diese Aktivitäten mit deinen Prioritäten überein?

Oder füllst du dein Zuhause, deine To-do-Liste, deinen Kopf, dein Herz und dein Tagebuch mit unwichtigen Dingen, die dir womöglich nur wichtig erscheinen? (Z. B. weil du sie aus Routine tust oder weil dir jemand beigebracht hat, dass man das tun muss – oder weil es jemand anderes von dir erwartet, usw.)

Prioritäten können sich im Laufe deines Lebens verändern. Du bist frei, sie jederzeit zu ändern. Du darfst sogar täglich deine Meinung ändern. (Mit deiner Kleidung tust du das auch!)

Früher, als ich noch keine Mama war, wollte ich um jeden Preis Karriere machen. Das war unheimlich wichtig für mich. Ich träumte davon, eine selbstständige Webdesignerin zu werden, ging zur Schule, studierte, büffelte und hängte mich rein.

Dann traf ich während des Studiums den Vater meiner Kinder und plötzlich änderten sich meine Visionen.
Aus der Karriere mit dem Sportwagen und dem Penthouse-Loft wurde über Nacht ein Zuhause gefüllt mit Spielsachen und einem Kombi vor der Tür.

Und mit meiner Vision änderten sich meine Prioritäten: Ich brach mein Studium ab und wurde Mutter.

Prüfe in regelmäßigen Abständen deine Prioritäten. Prüfe, ob sie noch aktuell sind und ändere deine Aktivitäten, um in Einklang mit dem zu leben, was du in deinem Leben willst.

2. Miste deine Wohnung aus

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da fühlte sich alles schwer und voller Ballast für mich an. Es dauerte viele Jahre, bis ich bemerkte, dass es (auch) an den Dingen lag, die ich besaß.

Der Krempel, den ich in meine Regale, Abstellräume und Kellerräume zwängte, nahm mir viel Leichtigkeit.

Vor ein paar Jahren warf ich alles weg. Das war hart, weil viele Andenken aus meiner Jugend dabei waren. Aber ich habe es bis heute nie bereut.

Ich fühle mich jetzt besser, weil ich mich flexibler und leichter fühle. Ich schleppe keinen Ballast mehr mit mir rum.

Bis heute lebe ich nach der Devise: alle Gegenstände, die ich
a) 6 Monate nicht benutzt oder
b) vergessen habe, dass ich sie besitze,
wandern in den Mülleimer.

Häufig denken wir „Ah, das hebe ich lieber auf. Womöglich brauche ich es noch!“ – Blödsinn! Wenn du es bis dato nicht benutzt hast, wirst du es auch in Zukunft nicht benutzen.

Schau dich in deiner Wohnung um: Schau in die Regale und Schränke, schau in die Küchenschränke, Kleiderschränke, Abstellräume und unter dein Bett.

Macht dich glücklich, was du da siehst?
Wenn nicht, dann ist es Zeit auszumisten.
Stichwort: Minimalismus

Je weniger Dinge du besitzt, desto besser dein Durchblick Zuhause.

3. Führe einfache Routinen in dein Leben ein

Einfache Routinen helfen dir, dein Leben und deinen Haushalt zu managen.
Der Vorteil von Routinen ist, dass du nicht mehr darüber nachdenken musst und sie automatisch tust.

Routinen sind im Unterbewusstsein verankert und werden auch dort gesteuert.

Damit eine Tätigkeit zu einer Routine wird, musst du sie einige Monate lang täglich wiederholen. Es dauert 30 – 100 Tage, bis aus einer Aktivität eine Routine wird.

Routinen, die deinen Alltag unterstützen, können sein:

  • morgens das Bett machen
  • meditieren
  • Bewegung und Sport
  • viel trinken
  • während dem Kochen die Spülmaschine ausräumen / füllen
  • eine Echtzeit-Einkaufsliste führen
  • u. v. m.

Dinge, die du aus Routine tust, fallen dir nicht schwer und erleichtern dir dein Leben ungemein.

4. Entleere deinen Terminkalender

Was steht alles in deinem Terminkalender? Stimmen diese Termine mit dem überein, was du unter Punkt 1 notiert hast?

Anders gefragt: Liegen dir diese Termine am Herzen?

Du machst dir das Leben viel leichter, wenn du weniger machst. Vor allem, wenn es um Dinge geht, die deine Lebenszeit „verschwenden“.

Wenn du unnötige Termine aus deinem Kalender streichst, hast du mehr Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind!

In unserer Zeit meckert es an nahezu jeder Ecke: „Ich bin so im Stress!“, oder „Ich habe keine Zeit!“. Das sind echte Klassiker. Wir floskeln diese Sätze nur so vor uns hin. Aber sind sie wirklich wahr?

Hier findest du meinen Beitrag „10 Floskeln, die dir schaden – und die obendrein gelogen sind“.

Wenn dir etwas wichtig ist, dann räumst du dieser Sache oder Person genug Zeit in deinem Leben ein. Punkt.

Übrigens: Nur weil du weniger tust, bist du deshalb nicht faul. Du organisierst deine Zeit und deine Prioritäten und lebst danach. Und damit bist du einen großen Schritt achtsamer als viele deiner Mitmenschen.

5. Sag Nein!

In meinem Beitrag „Nein-Sagen: Egoismus oder Selbstliebe“ gehe ich intensiv auf die Thematik des Nein-Sagens ein. Wenn du dich dafür interessierst, bist du herzlich eingeladen, reinzulesen.

Es ist schwer, nein zu sagen. Vor allem zu Menschen, die wir lieben.
Aber das Nein-Sagen kannst du üben.

Mit jedem Nein, das du zu anderen sagst, sagst du Ja zu dir selbst!

Du lässt niemandem im Stich, wenn du nein sagst.
Deshalb bist du nicht unfreundlich oder ein schlechter Mensch. Du bist auch nicht egoistisch.

In dem Moment, indem du ja sagst (obwohl du das nicht möchtest), muss etwas anderes zurückstecken, das dir womöglich viel wichtiger ist.
In dem Moment, in dem du ja sagst, entfernst du dich von deinen Prioritäten.

Und manchmal ist ein Nein noch viel schwerer. Dann nämlich, wenn wir es zu uns selbst sagen: Nein zum zweiten Stück Schokolade, nein zum Daddeln am Handy, nein zum Amazon-Shopping.

Aber du wirst mit jedem Nein stärker.

6. Organisiere dich und nutze Hilfe

Die richtige Organisation ist das A und O im Alltag.
Es gibt viele tolle Helferlein, auf die du zurückgreifen kannst.

Ich nutze zum Beispiel gerne eine Einkaufslisten-App auf meinem Handy: Buy me a pie! – dort habe ich für jeden meiner „Stamm-Läden“ eine Einkaufsliste angelegt.
Sobald mir oder meinen Kindern etwas einfällt, was wir nachkaufen müssen, schreiben wir es sofort in die App.

Mein Handy erinnert mich automatisch daran, wann es Zeit ist den Boden zu wischen, das Auto zu waschen oder Drogerieartikel nachzukaufen.

Ich nutze ein Bullet Journal, um meinen Alltag zu organisieren und seit über einem Jahr ist Evernote mein treuer Begleiter auf dem Smartphone und am PC, wo ich tolle Links, Notizen, Dokumente, usw. sammle (und leicht wiederfinde).

Ich höre immer wieder Gegenargumente, dass der Kopf dann nur faul würde, usw. Für mich zählt, dass ich den Kopf freihabe für die Dinge mit hoher Priorität. Denn wenn ich ihn befreie von trivialen Dingen und diese meinen Apps und anderen Helferlein überlasse, hab ich mehr „Kopf-Freiheit“ für Kreativität.

All diese Dinge erleichtern mir das Leben ungemein und helfen mir, den Durchblick zu behalten.

7. Entscheide dich abends, was du am nächsten Tag anziehst

Die erste Entscheidung des Tages ist für viele von uns die Frage nach dem „Was ziehe ich heute bloß an?“.
Vor allem dann, wenn du morgens im Stress bist oder deine Zeit zu knapp einkalkuliert hast, kann die Kleiderfrage eine Herausforderung werden.

Triff deshalb unwichtige Entscheidungen am Vorabend. Dann hast du am Morgen einen stressfreien Start in den Tag und hebst dir deine Entscheidungskraft für die wichtigen Dinge auf.

Seitdem ich das mache, gehe ich sogar mit einer gewissen Vorfreude ins Bett, vor allem dann, wenn ich mich entschieden habe, etwas besonders Schönes am nächsten Tag anzuziehen.

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8. Das wahre Glück kommt von innen – weck es auf!

Entdecke das Glück in dir. Liebe (und akzeptiere) dich, wie du bist. (Für Fortgeschrittene: Liebe und akzeptiere alle anderen Menschen auf der Welt, wie sie sind.)
Und sei dankbar für das, was du hast.

Dein Leben wird viel leichter, wenn du das verstanden hast und wenn du gelernt hast, dass das Glück aus dir kommt und dass du der einzige Mensch auf dieser Welt bist, der dich glücklich machen kann.

Liebe, Glück, Zufriedenheit, Frieden, Freiheit, Harmonie.
All diese wunderbaren Dinge wurzeln in dir.

Und gerade in diesen schweren Zeiten, zwischen der COVID-19-Krise 2020 und dem, was 2021 alles noch auf uns zukommt, werden wir täglich daran erinnert, dass es Hass, Unzufriedenheit, Unglück, Unfrieden, Freiheitsentzug, Einschränkungen und Disharmonie überall in der Welt gibt.
Immer wieder verliere ich meinen Weg und muss mich „wachrütteln“ und mich besinnen, dass all die negativen Gefühle, die in diesen Tagen in mir hochkommen, ebenso ein Teil von mir sind, wie meine positiven Gefühle.

Auch wenn es gerade jetzt schwer zu glauben und zu praktizieren ist; es ist dennoch die Wahrheit.

Negative Gefühle haben ihren Ursprung jederzeit in dir, niemals im Außen.

Wenn du keinen Frieden in dir selbst findest, findest du ihn auch nicht im Außen.
Wenn du keine Freiheit in dir selbst findest, findest du sie auch nicht im Außen.
Und wenn du keine Liebe in dir selbst findest, findest du sie auch nicht im Außen.

Fazit: Mach dir das Leben leicht

Das Leben kommt manchmal mit ganz schön heftigen Herausforderungen daher, aber genau das sind die Zeiten, in der wir wachsen dürfen und in denen es wichtiger denn je ist, uns darauf zu besinnen, wer wir wirklich sind.

Hier sind noch einmal meine 8 Ideen, wie du dir das Leben leichter machen kannst:

  1. Setze Prioritäten und vergeude deine wertvolle Lebenszeit nicht mit unwichtigen, banalen (Google) Dingen.
  2. Miste dein Zuhause aus und erleichtere damit nicht nur dein Heim, sondern auch deine Seele.
  3. Führe Routinen in dein Leben ein, die dir denn Alltag ein bisschen leichter machen.
  4. Entleere deinen Terminkalender: Sag ab, was unwichtig ist und schaff stattdessen mehr Platz für die Dinge, die dir am Herzen liegen.
  5. Sag nein! Mit jedem Nein sagst du Ja zu dir und den Dingen und Personen, die du liebst.
  6. Organisiere deinen Alltag und nutze Helferlein wie Apps oder Erinnerungen, um deinen Kopf zu entleeren.
  7. Triff unwichtige Entscheidungen am Vortag, damit du am nächsten Tag mehr Entscheidungsenergie für wichtige Entscheidungen hast.
  8. Erinnere dich regelmäßig daran, dass das wahre Glück in dir liegt und nicht außerhalb von dir.

Hast du noch Ideen, die das Leben ein bisschen leichter machen?


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