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8 Wege darauf zu pfeifen, was andere von dir denken

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Gehörst du zu den Menschen, die über den Dingen stehen? Denen es egal ist, was andere zu ihm sagen oder über ihn denken?
Gehst du zu jeder Zeit deinen eigenen Weg und lässt dich nicht beirren?

Wenn du zu diesen Menschen gehörst, dann beglückwünsche ich dich. Du hast eine Eigenschaft, die ich auch gerne hätte!

Denn leider gehöre ich zu der anderen Sorte:
Auseinandersetzungen mit anderen kann ich nicht leicht wegstecken, sie hängen mir tagelang nach.
Ich schlafe dann nächtelang nicht – und das, obwohl mein Kopf weiß, dass das blödsinnig ist. Es bringt einfach nichts.

Und doch gehe ich hin und wieder durch diesen schweren Prozess durch.
Deshalb habe ich in der Vergangenheit gelernt, solchen Situationen aus dem Weg zu gehen.
Ich meide Disharmonie und Auseinandersetzungen wie die Pest.
Lieber halte ich meinen Mund, schließlich muss ich nicht immer meine Meinung sagen. Dafür habe ich dann meinen (inneren) Frieden.

Doch vermeiden lässt es sich leider nicht immer.
Und sollte es auch nicht.

Warum ich diesen Beitrag schreibe

Aktuell habe ich eine Situation erlebt, in der ich zur Zielscheibe des Ärgers und des Frusts von jemandem wurde, obwohl ich nichts tue, als zu existieren und mich aus allem herauszuhalten. (Finde den Fehler. 😉 )

Lori Deschene, Autorin von „Tiny Buddha“ sagte dazu:

„Du kannst niemanden dazu zwingen, dich zu schätzen, zu respektieren, dich zu verstehen oder zu unterstützen.
Aber du kannst dich dazu entscheiden, deine Zeit mit Menschen zu verbringen, die all das tun.“

– Lori Deschene

Es sollte uns egal sein, was andere über uns denken oder sagen. Aber so einfach ist das leider nicht.

Deshalb habe ich mich intensiv mit den Schritten und Phasen auseinandergesetzt, die mich aus diesem Disharmonie- und Selbstzweifel-Loch herausholen.
Denn: Es ist nicht richtig, sich unsichtbar zu machen, um anderen zu gefallen.

Du bist jemand!
Ich bin jemand!

Hier sind meine 8 Schritte für dich:

1. Du kannst keine Gedanken lesen

Gedankenlesen: Du kannst das (wahrscheinlich 😉 ) nicht und du musst das auch nicht können. Lass den Menschen ihre Gedanken und Meinungen. Sie haben sie aus einem guten Grund (dazu in Punkt 2 mehr).

Du kannst lediglich vermuten, was andere denken, aber du kannst es nicht wissen.
Und diese Vermutungen leiten zu falschen Schlüssen.

Keiner weiß, was jemand anderes denkt –, bis wir dieser Person die Chance geben, es auszusprechen.

Im Gegenteil: Deine Vermutungen spiegeln lediglich deine Befürchtungen wider. Vor allem, wenn du zur Grübelei neigst und ein Mensch bist, der gerne gefallen möchte.

2. Es geht nicht um dich. Niemals.

Dieser Punkt ist mein Lieblingspunkt.
Denn er ist wahr.
Immer!

Egal, was andere über dich denken: Es geht nicht um dich.
Es ist immer deren Sache.
Es ist ein Spiegelbild dessen, wovor diese Person sich fürchtet oder was sie im Leben erfahren hat.

Wenn du das verstanden hast – und es jederzeit abrufen kannst (z. B. wenn du mit den Ansichten von anderen Menschen konfrontiert wirst), dann kannst du in Zukunft leichter mit der Meinung und den Aussagen anderer über dich umgehen.

Es gibt Entscheidungen in meinem Leben, die ich treffe, ohne anderen mir nahestehenden Menschen davon zu erzählen. Einfach weil ich weiß, dass sie anders gestrickt sind als ich; dass sie andere Ansichten haben und andere Erfahrungen haben.
Ich würde nicht jemandem von einem Vorhaben erzählen, von dem ich erwarte, dass er es nicht versteht oder es kritisiert.
Das ist deren Grenze, aber nicht meine.
Das würde mich runterziehen und womöglich an meinen Zielen zweifeln lassen. (Zumal ich ein Mensch bin, der groß träumt. Ach was, der riesig träumt.)
Ich erzähle Menschen von meinen Träumen, die offen und euphorisch sind und die mich aufbauen und stärken.

Pfeif drauf, was andere von dir denken

3. Hör auf, dich zu verurteilen

Wenn ich in Situationen gerate, in denen ich z. B. kritisiert werde, dann rattert in den ersten Momenten eine Lawine an Selbstverurteilungen über mich herein:
Ich zweifle an mir, überlege, ob der andere womöglich recht hat und ich fange an, mich vor mir selbst zu rechtfertigen.
Ganz schlecht.

Wir geben alle in jedem Moment unseres Lebens unser Bestes, oder? Was also hätten wir anders machen sollen?
Wir sind, wer wir sind.
Und das ist gut so.

Denn, wenn du anfängst, dich zu verurteilen, unterstützt du damit diejenigen, die dich kritisieren.
Das ist das, was du deinem Unterbewusstsein übermittelst: „Die anderen haben recht.“
Willst du das?

Akzeptiere, dass du für diesen Moment die perfekte Version von dir bist.
Schließe Frieden mit dir. Und mit allen Wegen, die du in deinem Leben gegangen bist (das betrifft vor allem deine Entscheidungen).

Wenn du das schaffst, dann hast du immer mindestens eine Person hinter dir stehen – und das bist du! 🙂

4. Hör auf, andere zu verurteilen

Okay, wir haben darüber gesprochen, dass du dich nicht verurteilst.
Nicht für die Person, die du bist.
Nicht für die Wege, die du gegangen bist.
Und nicht für die Entscheidungen, die du getroffen hast.

Und das gilt auch für deine Mitmenschen – egal, ob du sie verstehst oder nicht.

Gestehe anderen ein, dass sie ihren eigenen Weg gegangen sind und ihre Urteile aufgrund vergangener Erfahrungen im Leben fällen.

Mir hilft das, wenn ich mir diese Tatsache ins Gedächtnis rufe.
Ich sage mir dann einfach: „Sie können es nicht wissen. Aber ich weiß es. Und das ist das einzige, was zählt. – Ich weiß es besser!“

Robert Betz nennt Menschen, die uns im Alltag vor Herausforderungen stellen, liebevoll „Arsch-Engel“ *. Sie halten uns einen Spiegel vor und zeigen uns unsere eigenen Themen.
Denn wir reagieren auf Menschen, wenn sie einen Trigger in uns auslösen. Das heißt, wenn sie einen wunden Punkt in uns treffen.
Wenn das anders wäre, würden dich die Aussagen anderer Menschen kaltlassen.

Frag dich stattdessen:

  • Welchen Spiegel hält mir diese Person gerade vor?
  • Was kann ich von diesem Menschen lernen?
  • Und was will mir diese Situation, die mir gerade Kopfzerbrechen bereitet, zeigen? Was will sie mich lehren?

In Wahrheit urteilst du nur über dich selbst

5. Lerne aus deinen Zweifeln und Ängsten

Wovor hast du Angst? Oder anders gefragt: Was fürchtest du, verurteilen oder kritisieren andere an dir?
Ist es eine deiner Macken oder Schwächen? Deine Lebenssituation? Deine Entscheidungen? Dein Auftreten oder dein Aussehen?

Denn diese Angst will dir etwas sagen – hör hin!
Es ist etwas, das du an dir akzeptieren und annehmen darfst. Oder etwas, das du an dir ändern darfst (aber nur, weil du das ändern möchtest, nicht die anderen!).

6. Erwarte, dass andere Menschen auf dich reagieren

Ich kann hier nur von mir sprechen: Ich gehe durch das Leben, genieße es in vollen Zügen und bastle an meinen Träumen und Visionen.
Ich liebe mein Leben.

Es ist nicht so, dass ich mich nicht für den Lebensweg meiner Mitmenschen interessiere, aber ich lasse sie einfach ihren Weg gehen. Ich akzeptiere, dass sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und schätze es, wenn wir uns darüber austauschen können.

Ja, man kann sagen, dass von meiner Seite aus gegenüber einigen Mitmenschen oder Bekannten eine gewisse Gleichgültigkeit besteht. Es interessiert mich nicht, was sie tun, wie sie ihr Leben leben. Und ich grüble nicht darüber nach, ob sie Schwierigkeiten haben könnten.
Es ist mir so egal, dass ich übersehe, dass ich ihnen offensichtlich nicht egal bin. Im Gegenteil: Dass die Art, wie ich lebe oder wie ich auftrete oder meine Gleichgültigkeit gegenüber „unwichtigen Dingen“ Trigger in diesen Menschen auslösen.

Kurz gesagt: Ich war so beschäftigt damit, mein Leben zu leben, dass ich nicht daran gedacht habe, eine Reaktion von ihnen zu erwarten.

Anstatt die Angst vor Reaktionen auf mein Leben und mich zu verdrängen, ist der richtige Weg der, Reaktionen zu erwarten!

Und es ist in jeder Hinsicht gut, negative Reaktionen von anderen zu erwarten. Denn sie gehören zum Leben dazu.
Du kannst nie so leben, dass es allen Menschen der Welt gefällt oder dass sich kein Mensch über dich Gedanken macht.
Wenn du das schaffst, dann bist du entweder tot oder lebst vollkommen isoliert.

Denn: Menschen haben Meinungen.
Und du kannst sie nicht davon abhalten, ihre Meinung zu sagen – selbst wenn sie dich nicht interessiert.

Akzeptiere und erwarte, dass andere eine andere Meinung haben als du

7. Fokussiere dich auf das, was dich glücklich macht

Was macht dich glücklich?
Ist es Sport, ein schöner Film oder Kontakt zu deinen Freunden oder der Familie? (Zu meinem Selbstfürsorge-Beitrag geht es hier.)

Gerade in Zeiten, in denen wir in einem tiefen Loch stecken, weil andere Menschen sich uns gegenüber kritisch geäußert haben, ist es wichtig, dass du dich um dich kümmerst und dir Gutes tust.
Damit zeigst du dir Selbstwertschätzung und änderst die Schwingungen deiner Gedanken.

Weg von der Negativität, hin zu positivem Denken.

In dem Buch von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ * steht auf Position 1 dieser Punkt:

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, anstatt so zu leben, wie andere es von mir erwarten.“

– Bronnie Ware

Halte dir das immer vor Augen:

Bleib dir selbst treu, egal was andere von dir halten

Denn dein Glück liegt allein in deiner Verantwortung.
Das Glück anderer liegt in deren Verantwortung.
Sie werden sich nicht um dein Glück kümmern, tu‘ du das. Denn sonst tut es keiner.

8. Akzeptiere und liebe dich so, wie du bist

Sobald du an den Punkt kommst, an dem du dich akzeptierst und liebst, dann ist es dir egal, was andere von dir denken.

Denn dann sagst du dir: „Hä? Ich bin doch schon perfekt, was haben die denn?“ 😉
Du darfst dann noch mit der Schulter zucken und weiter an Punkt 7 arbeiten.

Und wie erwähnt: Deine eigene Meinung über dich ist die wichtigste!

Dieser Punkt ist der schwierigste von allen, ich weiß das. Er lässt sich auch nicht über Nacht umsetzen.
Ich arbeite seit Jahren daran und dennoch komme ich nach besonderen Situationen noch ins Stolpern. Dann ist es wichtig, dass ich mir diesen Punkt ins Gedächtnis rufe.

Und für mich wirkt „Hä? Ich bin doch schon perfekt, was haben die denn?“ wahre Wunder. 🙂

Fazit: Du musst andere nicht verstehen – aber akzeptiere, dass auch sie dich nicht verstehen müssen

Wir Menschen sind alle unterschiedlich und das ist gut so. Denn das ermöglicht es uns, voneinander zu lernen.

Ich hoffe meine 8 Schritte helfen dir, zu dir zurückzufinden und Situationen schnell zu meistern, in denen du Schwierigkeiten hast, Kritik wegzustecken:

  1. Du kannst keine Gedanken lesen und solltest auch nicht spekulieren, was andere von dir denken. Das macht dich verrückt und sorgt für schlechte Laune.
  2. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. Wie sie auf dich reagieren, sagt etwas über sie selbst aus. Es geht nicht um dich!
  3. Hör auf, dich selbst zu verurteilen, damit gibst du deinem Unterbewusstsein ein Signal, dass die anderen recht haben.
  4. Lass den anderen ihren eigenen Weg. Geh mit gutem Beispiel voran: Hör auf, andere zu verurteilen.
  5. Lerne aus deinen Zweifeln und Ängsten. Wenn du dir die Mühe machst und herausfindest, wovor du dich fürchtest, kannst du diese Situationen auflösen.
  6. Erwarte, dass andere Menschen auf dich reagieren: Nur so gelingt es dir, nicht aus allen Wolken zu fallen, wenn du eine negative Resonanz bekommst.
  7. Weg mit den negativen Gedanken: Fokussiere dich auf das, was dich glücklich macht. Lege deinen Fokus auf die positiven Dinge und auf alle deine Stärken!
  8. Akzeptiere und liebe dich so, wie du bist – dann ist es dir in Zukunft egal, was andere von dir oder deinem Leben halten.

Du bist in den Augen von manch anderen unvollkommen und voller Mängel.

Wichtig ist, dass du die perfekte Version von dir bist, die du sein willst. Die Version, die du bedingungslos lieben kannst.

Wenn dir das Schwierigkeiten bereitet, dann denk darüber nach, wie du sein müsstest, damit du dich lieben und akzeptieren kannst.
Und dann werde zu diesem Menschen.

Denn das ist eine Voraussetzung dafür, dass du jederzeit hinter dir stehen kannst – egal, welche Kritiken und Aussagen zu deiner Person auf dich niederprasseln.

🌸 Du bist perfekt.

🌸 Und du bist genug.

🌸 Du tust jederzeit das Beste, was du tun kannst.

Und du hast in der Vergangenheit zu jeder Zeit dein Bestes gegeben. (Wenn du das heute anders siehst, dann ist es ein tolles Zeichen dafür, dass du dich weiterentwickelt hast.)


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