20 Dinge, die ich meinem 20-jährigen Ich sagen würde

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Zu meinem 12. Geburtstag habe ich von meiner Oma mein erstes Tagebuch bekommen. Das jährt sich im November zum 30. Mal – Wahnsinn!

Aber sie hat damit etwas Großartiges in meinem Leben geebnet: Bis heute führe ich Tagebuch. Ich halte es nicht für etwas, was nur kleine Mädchen tun. Tagebuchschreiben ist für jeden Menschen geeignet: unabhängig von Geschlecht oder Alter.

Tagebuch-Führen hat etwas Heilsames: Zum einen schreibst du dir alles von der Seele und verleihst deinen Gedanken Ausdruck, was ich für einen mächtigen Hack halte.
Zum anderen, und das finde ich ebenso wichtig, siehst du Erlebnisse und Vorfälle im Nachhinein anders. Denn oft verändern sich Erinnerungen durch unsere Gefühle. Wir betrachten sie subjektiv. Durch das Führen eines Tagebuchs kannst du Situationen, die schwierig waren, wirksam aufarbeiten; denn oftmals waren sie dann rückblickend gar nicht so schlimm, wenn du alles nach einiger Zeit noch einmal durchliest.

Wann immer ich mir ältere Tagebucheinträge durchlese, habe ich das Bedürfnis, meinem jüngeren Ich Mitteilungen zu schicken. Dann will ich mir sagen, dass alles gut wird. Und mich in Situationen und Einschätzungen bestärken.

Deshalb sind hier 20 Dinge, die ich meinem 20-jährigen Ich gerne sagen möchte:

20 Dinge, die ich meinem 20-jährigen Ich gerne sagen würde (Blog-Banner)

1. Hab keine Angst

Angst hält dich von Großem ab, überwinde sie. Du bist stark. Raus aus deiner Komfortzone. 

Ich weiß, dass du es schaffen wirst und dass es dann rückblickend leicht war: Immer, wenn du dich in die Angst gestürzt hast, hat sie ihren Schrecken verloren.

Also sei mutig!

2. Liebe brauchst du nur von dir selbst

Du bist nicht abhängig von der Liebe, Zuwendung und Wertschätzung anderer. Du musst niemandem etwas beweisen!

Beginne, dich selbst zu lieben, dir selbst Zuwendung zu geben und dich selbst wertzuschätzen. Behandle dich selbst so, wie du deine Kinder (Familie, Freunde, Partner) behandelst. Das ist das Wichtigste, denn so hörst du auf, anderen gefallen zu wollen – und das wird dich frei und mutig machen!

Lieb dich selbst, du bist perfekt so, wie du bist!

P. S.: Eines Tages wirst du deine Macken und Schwächen lieben!

3. Aufopferung schadet dir

Denk bloß nicht, dass du dich für andere aufopfern musst. Das bringt niemandem etwas. Erhalte dir deine Kräfte, so haben alle etwas davon; hauptsächlich die Personen, für die du dich aufopfern willst. (Hier findest du meinen Beitrag „Selbstfürsorge – der Turbo für dein Wohlbefinden“.)

Es ist nicht egoistisch, wenn du dich um dich selbst kümmerst. Und keiner kann Erwartungen in dich setzen. Die einzige Person, die das darf, bist du selbst.

4. Bleib gelassen

Du musst nicht auf alles reagieren, was in der Welt passiert; oder was anderen oder dir selbst passiert.

Meist hast du ohnehin keinen Einfluss auf die Ereignisse, die um dich herum und in der Welt geschehen. Demnach ist es verschwendete Energie, darauf mit heftigen Emotionen reagieren. Erkenne, wann du etwas beeinflussen kannst und wann nicht. Und dann bleib ruhig.

Du musst nicht auf alles reagieren. Setz Prioritäten!

5. Träume sind zum Erleben da

Träume sind nicht nur Träume. Andere haben es geschafft, dann schaffst du es ebenso. Alles, was du dir vorstellen kannst, kannst du erreichen!

Du hast genau dieselben Voraussetzungen wie andere Menschen, die dort sind, wo du hin willst: Du hast einen Körper mit einem Gehirn! Egal, woher du kommst! Du kannst alles schaffen, was du schaffen willst. (Mein Buch zum Thema findest du bei Amazon.)

6. Mach verdammt viele Fehler in so kurzer Zeit wie möglich

Mach Fehler. Und zwar viele Fehler. Und mach sie verdammt noch mal schnell. Mach sie so schnell, wie du nur kannst.

Fakt ist: Wir lernen aus unseren Fehlern und Niederlagen. Sie gehören zum Erfolg dazu. Sie sind gleichsam eine Voraussetzung für Erfolg. Also mach verdammt viele Fehler, damit der Erfolg kommen kann.

Fehler sind etwas Gutes!

Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.

7. Schicksalsschläge machen dich stark

Wir neigen dazu, Schicksalsschläge zu verurteilen, zu verdammen und Angst davor zu haben. Das war bei mir auch so. Erst mal heulen und abtauchen in die Opferrolle. Das ist auch okay. Aber dann musst du dich wieder aufraffen.

Fakt ist aber: Jeder Schicksalsschlag ist ein Geschenk, so schrecklich er ist. Denn jeder dieser Schicksalsschläge verändert und transformiert dich. Er lehrt dich etwas. 

Die Herausforderung besteht darin, das Geschenk zu erkennen und bewusst die Lektion zu lernen.

Denk daran: Du musst lernen, mit Vorkommnissen zu leben, die du ohnehin nicht beeinflussen kannst. Du kannst sie nicht ändern. Du musst dich ausrichten und einen Weg finden, weiterzuleben.

Und eines Tages wirst du das Geschenk dahinter erkennen.

8. Vergeude deine Zeit nicht vor dem Fernseher

Ich will gar nicht wissen, wie viel unbewusste Zeit ich vor dem Fernseher verbracht habe. Wie viel Zeit meines Lebens ich dafür vergeudet habe.

Nicht falsch verstehen: Ich schaue mir gerne mal eine Serie oder einen Film auf Netflix an. Aber dann ist es bewusste Erholungszeit oder „Lümmel-Zeit“ auf der Couch mit den Kindern. Es ist kein Zeitvertreib oder Langeweile (– letzteres kenne ich ohnehin nicht).

Nutze die Zeit sinnvoll und mach das, was dich deinen Zielen näher bringt, denn ich weiß, dass du das schaffst!

Und ich weiß, dass sich dieser Einsatz von Zeit, Herzblut und Energie lohnt.

9. Lass den Scheiß mit den Schönheitsidealen

Du bist nicht dein Körper! Hör auf, um Schönheitsideale zu kämpfen. Das ist vollkommen verschwendete Zeit. Du bist genau richtig so, wie du bist.

Zieh an, was du anziehen willst. Lerne, so sein zu wollen, wie du bist – das ist der leichtest und schnellste Weg, dich in dir selbst wohlzufühlen.

Du wirst einmal die Besonderheiten an dir selbst und an anderen Menschen schätzen.

Du musst keinem Schönheitsideal hinterherrennen, die existieren in der Realität ohnehin nicht. Sie sind nur in unseren Köpfen!

10. Halte dich fern von Stress

Egal, was du tust – halte dich fern von Stress. Er schadet dir nur: deinem Körper, deiner Seele, deinem Geist, deiner Konzentration und deinem Fokus. Außerdem schadet er deiner Familie und deinem gesamten Umfeld.

Nimm dir regelmäßig eine Auszeit: Kümmere dich um dich selbst und stell deine Energie wieder her, gerade dann, wenn du keine Zeit dafür hast. Du wirst danach voller Energie und deutlich effektiver arbeiten, wenn du dich regelmäßig um dich kümmerst (und viel schläfst!).

11. Mach dich selbst reich – und nicht andere

Es ist okay, für andere zu arbeiten. Vor allem, wenn du fair entlohnt wirst. 

Dennoch solltest du immer überlegen, wie du dein Können und dein Wissen für dich selbst einsetzen kannst, dich selbst damit reich und glücklich machen kannst (und nicht nur die anderen).

Bilde dich weiter, werde die beste Version von dir, die du sein kannst!

Dein Wissen und dein Können sind wertvoll – du kannst damit etwas bewirken in der Welt, lass dich dafür angemessen vom Leben entlohnen!

12. Du wirst deine Introvertiertheit meistern

In meiner Kindheit und Jugend habe ich darunter gelitten, introvertiert und hypersensibel zu sein. Ich dachte ernsthaft, mit mir stimmt etwas nicht. Ich wäre nicht okay, so wie ich bin. In Kindergarten und Schule musste sich meine Mutter regelmäßig Mist anhören …

Anderen hingegen schien alles leichter zu fallen: Auf Menschen zugehen, sich Neues zu trauen, Ängste zu überwinden.

Ich habe die ersten 20 Jahre meines Lebens damit verbracht, Angst vor Neuem zu haben.

Aber ich habe es überwunden und möchte meinem 20-jährigen Ich (und dir) gerne sagen: Du wirst es schaffen! Du wirst die Introvertiertheit meistern und du wirst erkennen, wer du bist und was du kannst – und dich annehmen. Du wirst deine Introvertiertheit genießen und in sicheren Situationen (die sich mehren werden) aus dir herausgehen.

Bleib intro, bleib bei dir! Nimm dir weiter Zeit für dich, denn du fühlst dich mit dir selbst einfach am wohlsten. Aber irgendwann wirst du genau das perfekt für dich nutzen können!

Introvertiert zu sein, ist eine gute Sache!


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13. Du musst nicht mit Menschen Zeit verbringen, die dir nicht guttun

Eine wichtige Lektion: Menschen, die dir nicht guttun, haben in deinem Leben nichts verloren.

Manchmal ist das nicht leicht, vor allem, wenn du Familienmitglieder oder alte Freunde hast, von denen du dich nicht lösen kannst und willst. Das ist voll okay, aber du musst nicht maximal Zeit mit ihnen verbringen.

Denk immer daran, dass du der Durchschnitt der 5 Menschen bist, mit denen du die meiste Zeit in deinem Alltag verbringst. Überlege, mit wem du Zeit verbringst.

Und wenn dir Menschen nicht guttun, dann verringere die Zeit mit ihnen!

14. Du darfst eine andere Meinung haben

Du darfst deine eigene Meinung haben, denn sie ist der Ausdruck für deinen einmaligen Weg und deine einzigartige Prägung!

Es ist voll okay, deine eigene Meinung zu haben, denn du hast deine Gründe dafür. Andere müssen diese Gründe nicht verstehen.

Wenn du das erkennst, wirst du die Meinung anderer akzeptieren, ohne dass du anderen gleich deine Meinung mitteilen musst.

Akzeptiere und erwarte, dass andere eine andere Meinung haben als du

15. Tu, was dich glücklich macht

Wenn du dir selbst erst einmal klargemacht hast, was du im Leben willst (und das wirst du!), dann bleib dabei. Denn das ist das, wonach sich dein Herz sehnt. Das ist immer der richtige Weg für dich: der Weg deines Herzens. Er kann nicht falsch sein. Er darf sich ändern, aber er ist nie falsch.

Geh ihn!

16. Trenne dich von dem, was dich beschwert

Es wird vieles geben, was du ansammeln wirst: Menschen, Gegenstände, Erinnerungen.

Trenne dich von Menschen und materiellen Dingen, die dich belasten. Miste regelmäßig aus und du wirst dich leichter fühlen, als alles zu sammeln, was du ohnehin nicht mehr benötigst.

Übrigens: Du kannst auch Erinnerungen „ausmisten“ und bereinigen, aber das ist eine Methode, die mehr verdient als einen Nebensatz.

17. Vergiss den Perfektionismus

Perfektionismus ist völlig für den A**** – fang einfach an, denn du wirst nie perfekt sein. Hab Mut zur Lücke, hab Mut, nicht perfekt zu sein. 

Wenn du anfängst, dann hast du wenigstens die Chance darauf, perfekt zu werden.

Aber du wirst es nie sein und nie die Chance darauf bekommen, wenn du es ewig vor dir herschiebst – oder deine Zeit mit Planen und Vorhaben verschwendest.

Fang an!

Du musst nicht perfekt sein

18. Du bist nicht deine Gedanken

Glaub dir nicht jeden Scheiß, den du denkst. Du bist nicht deine Gedanken. Lerne, das Teufelchen in dir zu erkennen, zu belächeln und zum Schweigen zu bringen.

Es ist nur die Angst, die da spricht. Sie ist immer da, aber du kannst ihrer Stimme weniger (und eines Tages gar kein) Gewicht geben.

Vertrau dir selbst! Lass dich nicht von deinen eigenen Gedanken abhalten, Großes zu leisten, denn es steckt alles Potenzial in dir, dir deine Träume zu erfüllen. Du hast diese Träume nicht umsonst.

19. Frag dein Unterbewusstsein nach Antworten

Dein Unterbewusstsein weiß alles – vertrau ihm! Hör auf dein Bauchgefühl, dein Herz, deine Intuition – sie sind direkt mit deinem Unterbewusstsein verbunden. 

Vertrau dir selbst und frag dich selbst nach den Antworten zu Probleme und Themen in deinem Leben. Du kannst lernen, auf dein Unterbewusstsein zu achten und seine Stimme zu hören. 

Dadurch wird dir die Welt offenstehen, denn alle Antworten und alle Wege sind in dir. Lerne, dieses Potenzial abzurufen!

20. Rückschritte sind Anläufe

Ja, das Leben wird gelegentlich womöglich ein Krampf sein, aber das ist normal. Denke immer daran: Alles wird gut.

Egal, wie doof es im Moment läuft, die Zeiten ändern sich wieder. Und die Wellen kommen und gehen. 

Wenn du einen Rückschlag erlebst, dann erinnere dich immer an diesen Satz:

„Ich gehe nur einen Schritt zurück, um Anlauf zu nehmen!“ – ein mächtiger Satz, den ich in zwei vergangenen harten Phasen meines Lebens laut ausgesprochen habe (mehrmals) und die genau das waren: Anläufe zu einer höheren Welle im Leben.

Vertrau dir und nimm Anlauf! Du wirst belohnt werden.

Fazit: Das würde ich meinem 20-jährigen Ich gerne sagen

Es gibt so vieles, was ich meinem 20-jährigen-ich gerne sagen würde. Ich glaube, dass ich verdammt verblüfft gewesen wäre, wenn ich damals geahnt hätte, was ich leisten kann. Viel früher schon, wenn ich diese 20 Dinge bereits damals gelernt hätte:

  1. Hab keine Angst.
  2. Liebe dich selbst.
  3. Hör auf, dich aufzuopfern.
  4. Bleib gelassen.
  5. Leb deine Träume.
  6. Mach Fehler.
  7. Lern aus Schicksalsschlägen.
  8. Vergeude nicht deine Zeit.
  9. Vergiss Schönheitsideale.
  10. Halte dich vom Stress fern.
  11. Mach dich selbst reich.
  12. Introvertiertheit ist gut.
  13. Verbring nur Zeit mit Menschen, die dir guttun.
  14. Hab deine eigene Meinung.
  15. Tu das, was dich glücklich macht.
  16. Trennt dich von dem, was dich belastet.
  17. Vergiss die Sache mit dem Perfektionismus.
  18. Du bist nicht deine Gedanken.
  19. Dein Unterbewusstsein kennt die Antworten.
  20. Du gehst nie zurück, du nimmst nur Anlauf.

Was würdest du deinem 20-jährigen Ich gerne sagen?

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