10 Floskeln, die dir schaden – und die obendrein gelogen sind

10 Floskeln, die dir schaden – und die obendrein gelogen sind

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Wir alle nutzen (unbewusst) Floskeln in unserem Alltag.

Ich bin sicher, dass dir viele von denen, die ich dir gleich zeige, sehr vertraut sein werden.

Denn in den vergangenen Jahren habe ich mich viel mit diesen Floskeln beschäftigt. Und ich habe beobachtet, wann ich sie sage oder denke – und welche davon ich mir selbst glaube. Doch: Sind die überhaupt wahr?

Natürlich waren sie nicht wahr.
Niemals.
Und ich bin sicher, dass das auch auf dich zutreffen wird.

Manchmal rutscht es einfach raus, weil wir in einer negativen Emotion festhängen. Ich ertappe mich manchmal noch immer, dass ich mich als „Du Schussel“ bezeichne, wenn ich etwas „vermassele“.

Das ist nicht weiter schlimm, solange dir das bewusst ist und du dir diese Lüge selbst nicht glaubst 😉

Ich habe einiger meiner Floskeln gesammelt und durch einige weitere Floskeln ergänzt, die ich dir gerne zeigen möchte.
Und ich möchte dir sagen, warum keine von ihnen wahr ist:

1. „Ich kann das nicht!“

Wir alle sind so unterschiedlich. Vor allem in unserer Persönlichkeit, in unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten.
Und das ist prima.

Genau deshalb ist es aber auch eine schlechte Idee, dich mit deinen Mitmenschen zu vergleichen.

Womöglich gibt es eine Fähigkeit, die du an einem anderen Menschen bewunderst. Und dann redest du dir ein, dass du das nicht kannst. Und womöglich niemals können wirst.
Gleichzeitig findest du, dass diese Person gesegnet ist, weil sie eine Fähigkeit hast, die du nicht besitzt.

Aber diese Person hat vielleicht in anderen Lebensbereichen starke Defizite. Es kommt immer darauf an, worin wir glänzen können und ob wir diesen Bereich dann richtig ausleuchten können.

In diesem Video hier möchte ich dir das Pinguin-Prinzip von Hirschhausen zeigen. Es ist so eine wunderschöne Anekdote, die er erzählt und so wahr:

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Menschen, die nicht ihre Stärken leben, sind für mich Pinguine in der Wüste. Du magst in der Wüste womöglich sagen „Ich kann das nicht!“ – und im Wasser entpuppst du dich als Genie. Denke immer daran, wenn du dich das nächste Mal schlecht fühlst, weil du denkst, dass du etwas nicht (gut) kannst.

Und nebenbei gesagt: Es hilft dir keinesfalls dabei, deine Ziele zu erreichen, wenn du dich darauf konzentrierst, was andere können oder was du nicht kannst.
Setz deinen Fokus auf deine Fähigkeiten und Stärken und dann geh damit ins Rampenlicht.

Denn dann wirst du glänzen – und keinen Gedanken mehr daran verschwenden, was du stattdessen alles nicht kannst.

2. „Ich habe keine Zeit!“

Diese Floskel ist wirklich zerstörerisch und so unwahr.

Das Leben kann manchmal eine Herausforderung sein und vielleicht versinkst du hin und wieder im Chaos deines Alltags: Arbeit, Privatleben, Freunde, Arzttermine, Verpflichtungen und all die anderen Dinge, die deine Aufmerksamkeit wollen.

Dennoch findest du Zeit für deine Lieblingsserie auf Netflix und für viele weitere unwichtige Dinge – und das ist gar nicht schlimm.
Aber du musst verstehen, dass alles eine Sache der Priorität ist.

Du willst ein neues Hobby? Mehr Zeit für alte Freunde? Ein Unternehmen aufbauen?

Wenn du das wirklich willst, dann hast du auch Zeit dafür. Dann müssen eben andere Dinge aus deinem Alltag verschwinden.

Du sagst, das geht nicht? Dann ist die neue Sache, die du willst, nicht wichtig genug.

Es kann dir helfen, Prioritäten zu setzen, wenn du aufmerksam durch den Alltag gehst. Notiere dir doch einmal alle Aktivitäten, die du am Tag so unternimmst. Jede Minute. Auch wenn du nur daliegst und die Decke anstarrst (was meiner Meinung nach hoch qualifizierte Zeit ist 😉 ) – schreib alles auf. Und dann wirst du erstaunt sein, wie viele Stunden du jeden Tag für etwas Neues in deinem Leben aufbringen könntest – wenn du nur wolltest.

3. „Alles ist scheiße!“

Eine meiner Lieblings-Schlechte-Laune-Floskeln: „Alles ist blöd!“
Absolut destruktiv.

Ich habe diese Floskel schon fast vollständig aus meinem Leben eliminiert.
Es erfordert schon einen extremen Schlechte-Laune-Tag bei mir, dass mir dieser Satz doch noch über die Lippen kommt.

Aber: Ich mache mir immer bewusst, dass es eine Lüge ist. Spätestens am nächsten Tag 😉 – und das lege ich dir auch ans Herz.
Werde dir bewusst, dass nicht alles blöd ist. Besser noch: dass alles toll ist.

Denn wenn du dir wirklich ständig einredest, dass alles doof ist, dann wird es das auch sein.

Die Welt ist genau so wie du sie siehst

Wenn du dir den Satz „Alles ist blöd“ nur oft genug in dein Unterbewusstsein pflanzt, dann wird es mit der Zeit immer schwerer für dich werden, die schönen und wundervollen Dinge in deinem Leben und in deinem Alltag zu sehen.

Übrigens: Ein Dankbarkeitstagebuch kann hier helfen!

4. „Ich bin ein Opfer!“

Egal, was dir in der Vergangenheit zugestoßen ist: Du bist kein Opfer.

Denn alles, was dir jemals zugestoßen ist (alles, was du als „gut“ und als „schlecht“ empfunden hast), hat dich geformt und den Menschen aus dir gemacht, der du heute bist.

Egal, wie schlimm die Dinge sind: Bedanke dich für die Erfahrung, bedanke dich für den Menschen, der du heute bist.
Die Vergangenheit muss dich nicht verfolgen.

Natürlich darfst du aus der Vergangenheit lernen. Aber sieh sie als das, was sie ist: Vergangen. Es gibt keinen Grund, sie mit in die Gegenwart zu schleppen und dich hier noch immer als Opfer zu fühlen. Das wird dich davon abhalten, die Gegenwart zu genießen und Wege für eine positive Zukunft zu gestalten.

5. „Ich bin zu alt!“

Du bist niemals zu alt. – Und es ist niemals zu spät.

Denk nur an die vielen Menschen, die im hohen Alter noch (sehr erfolgreich) studieren, ein Unternehmen gründen oder ihre Träume zu leben beginnen.
Das sind deine Vorbilder!

Tatsache ist: Die größten Meisterwerke wurden von Menschen mit Lebenserfahrung erschaffen. Sieh dich nur einmal in der Literatur oder in der Kunst um.

Deine Erfahrung, deine Gelassenheit und ja, auch deine Weisheit werden deinen Erfolg beschleunigen.

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6. „Keiner versteht mich!“

Hast du manchmal das Gefühl, dass dich keiner versteht? Damit bist du nicht allein.

Menschen haben andere Meinungen.
Aber das heißt nicht gleich, dass sie dich nicht verstehen.

Es ist okay, dass wir uns alle voneinander unterscheiden.
Die Kunst besteht darin, es nicht persönlich zu nehmen, wenn du auf Menschen triffst, die dir aufrichtig sagen, dass sie nicht deiner Meinung sind – das ist eine großartige Möglichkeit für Feedback. Und wer weiß, vielleicht erweiterst du deinen Horizont?

Ich habe schon häufig die Erfahrung gemacht, dass ich eine Meinung zu einem Thema hatte und jemand anderes mir widersprochen hat. Das tut im ersten Moment zwar weh, aber nicht selten fand ich bei längerem Nachdenken dann, dass die Gegenargumente wirklich hilfreich waren. – Und meine eigene Meinung beeinflusst haben.

Und das ist doch nicht schlecht?

Übrigens: Falls du wirklich mal mit einer Meinung allein da stehst – oder wenigstens das Gefühl hast – dann mache dir bewusst, dass es auf dieser Welt viele Menschen gibt, die deine Meinung teilen. Du kennst sie nur noch nicht.

7. „Ich bin ein Verlierer!“

Das Leben ist ein Spiel:
Manchmal gewinnst du.
Manchmal gewinnen die anderen.

Aber du verlierst nicht.
Du lernst, du wächst.

Wirf einen Blick auf die Erwartungen, die du in dich setzt.
Womöglich ist es an der Zeit, deine Einstellung loszulassen. Loszulassen, wie dein Leben aussehen sollte.
Stattdessen könntest du dich darauf konzentrieren, was jetzt gerade ist und wer du jetzt gerade bist. Und darauf, wie du das Beste aus dir und deinem Leben machen kannst.

Vielleicht läuft das Leben nicht immer so, wie du dir das vorstellst.
Aber du bist kein Verlierer.

Vielleicht hast du einfach noch nicht dein Element gefunden. 😉

8. „Das kann ich auch noch später machen!“

Ja, genau … natürlich kannst du das. Wirst du aber in den wenigsten Fällen tun.

Das ist eine der meistverbreiteten Lügen, die wir uns selbst erzählen.

Die Sache ist die: Du weißt nicht, wie lange du noch lebst. Morgen kann es für jeden von uns schon zu Ende sein.
Du darfst also jede Minute deines Lebens nutzen für die Dinge, die du wirklich tun und wirklich erreichen willst.

Keine Ausflüchte, keine Ausreden.
Mach es sofort, sonst tust du es womöglich gar nie.

Es gibt keinen perfekten Moment, um mit Dingen zu beginnen. Morgen wird dir eine neue Ausrede einfallen.

Mir ging das sehr lange so.
Ich fand immer, dass ich noch nicht so weit bin und dass ich noch warten muss, bis mein Bauchgefühl mir zeigt, dass es nun Zeit ist, loszulegen.

Alternativen haben mich nie interessiert, ich habe keine anderen Wege gesucht, um schon früher an mein Ziel zu kommen. – Ich habe fast zehn Jahre Zeit mit Aufschieben verbracht.

Das macht nichts, denn ich durfte dadurch viel lernen. Und es sind ja „nur“ 10 Jahre. Es ist nichts, was ich erst am Sterbebett bereue – denn dann ist es wirklich zu spät.

Fang an. Wenigstens mit kleinen Dingen.
Aber fang an.

Am Sterbebett ist es zu spät - tue, was du wirklich tun willst jetzt

9. „Ich wäre soooo glücklich, wenn ich nur …“

Wenn du jetzt in diesem Moment nicht glücklich sein kannst, dann machen dich Dinge oder Erfolge auch nicht glücklich. Nicht langfristig. Und schon gar nicht bedingungslos glücklich.

Denn diese Glücksgefühle und die Zufriedenheit, wenn du ein hochgestecktes Ziel erreicht oder dir etwas Schönes gekauft hast, verschwinden sehr schnell wieder.

Glück kommt aus deinem Inneren, nicht aus dem Äußeren.

Und du solltest das Glück schon gar nicht von irgendwelchen äußeren Bedingungen abhängig machen.

Sei jetzt glücklich …

Hier findest du eine Anleitung zum Glücklichsein.

10. „Ich würde mich ja ändern, aber …“

Fast jeder von uns hat eine Angewohnheit oder eine Eigenheit, die er gerne ändern würde.

Tatsächlich tun wir uns keinen Gefallen, wenn wir Ausreden suchen oder behaupten, wir seien noch nicht so weit.

Die Wahrheit ist: Wir können uns jederzeit ändern.
Aber das bedeutet, wir müssten handeln.

Ändere den Satz doch in „Ich werde mich ändern“ oder in „Ich bin fest entschlossen, mich jeden Tag mehr und mehr zu ändern“.

Wenn du mehr über positive Affirmationen erfahren möchtest, kann ich dir meinen Beitrag darüber sehr ans Herz legen.

Fazit: Hör auf, dir Lügen zu erzählen

Du glaubst sie dir ohnehin nicht 😉

Die größten Lügen, die wir uns erzählen sind:

  1. Ich kann das nicht.
  2. Ich habe keine Zeit.
  3. Alles ist scheiße.
  4. Ich bin ein Opfer.
  5. Ich bin zu alt.
  6. Keiner versteht mich.
  7. Ich bin ein Verlierer.
  8. Das kann ich auch später noch machen.
  9. Ich wäre so glücklich, wenn ich nur …
  10. Ich würde mich ja ändern, aber …

Welche großen Lügen erzählst du dir täglich?


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